– Autor: Sandra Häfner Freie Presse Chemnitz (2018)

(auszugsweise)

Borna-Heinersdorf.

Nachdem auf dem Gelände der ehemaligen Betriebsdeponie Ermafa an der Straße Zur Alten Gärtnerei in Borna-Heindersdorf Bauarbeiten begonnen haben, macht sich ein Bewohner des Stadtteils Sorgen." Schon am ersten Tag wurde eine erhebliche Anzahl von Bäumen gefällt", berichtet der Mann. Es seien sehr große Laubbäume mit dicken Stämmen gewesen.

Auch im Fall der gefällten Bäume in Borna teilt die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit, dass es keine Erlaubnis zum Eingriff in den Baumbestand gegeben hat." Eine Genehmigung wurde nicht beantragt und nicht erteilt", heißt es aus der Pressestelle. Doch der Bauherr, die Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (Gesa) mit Sitz in Berlin, widerspricht. Rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme sei die zuständige Behörde schriftlich informiert worden, dass es im Bereich der Deponie eine Fläche von etwa 2.300 Quadratkilometern gibt, auf der Bäume wachsen und das diese Gehölze wegen der Bauarbeiten entfernt werden müssen, teilt eine Sprecherin mit. Zuständig ist laut Auskunft der Landesdirektion Sachsen die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Chemnitz. Dass die Stadt offenbar doch über das Vorhaben informiert war, zeige Ihr Hinweis gegenüber der Gesellschaft, dass keine Ersatzpflanzungen notwendig seien, heißt es von der Gesa-Sprecherin.

Was anschließend mit dem Gelände passieren soll, steht noch nicht endgültig fest. Jedoch sei der Betrieb einer Fotovoltaikanlage auf dem Areal denkbar, erklärt die Sprecherin. Diese Möglichkeit werde derzeit geprüft, einen Partner zum Bau einer solchen Anlage gebe es noch nicht, so die Sprecherin. Das gesamte Objekt, das sich im Besitz der Berliner Gesellschaft befindet, ist rund 62.000 Quadratmeter groß, davon sind knapp 20.000 Quadratmeter Deponiefläche.